Zeltlager 2018 - Rückblick

BRAUNSHAUSEN – ein Wort, das die Herzen beim TV Illingen höher schlagen lässt. Die Ferienfreizeiten in Braunshausen sind das Aushängeschild der saarländischen Turnerjugend, es gibt sie seit einem viertel Jahrhundert. Der TVI ist von Anfang an dabei, nicht nur mit Kindern, sondern auch bezüglich der Organisation. Gabi und Heinz Steuer sind hier zu nennen, auch Anita Mayer und Anitas Schwiegertochter Nina. Sie alle haben mitgeholfen, die Ferienfreizeiten zu dem zu machen, was sie heute sind: eine äußerst preisgünstige Ferienalternative, vollgepackt mit Spiel, Spaß und Abenteuer; eine aufregende, bunte Ferienwelt, in der alte Freundschaften gefestigt und neue geschlossen werden, sogar über die Landesgrenzen hinaus: 2011 hatte Heinz Steuer dafür gesorgt, dass zehn junge Israelis in Braunshausen dabei waren.
19 TVI-Kids waren diesmal vor Ort, dazu 5 Betreuer. 8 vom TVI verstärkten das Orga-Team.

Bericht der Teilnehmerin Marie Bauer (11 Jahre)

Wie jedes Jahr fuhr eine Gruppe Kinder und Betreuer des TV Illingen nach Braunshausen, ins Zeltlager der Saarländischen Turnerjugend. Zur Freude aller war das Wetter bestens, kaum Regen und tropische Temperaturen. Zur Abkühlung veranstalteten wir im Lager fast täglich Wasserspiele, mit Wasserbomben und –spritzen. Das absolute Highlight war eine lange, ausgebreitete Plane als Wasserrutsche. Außerdem unternahmen wir Ausflüge zu einer wirklich schönen Wassertretanlage und zum Bostalsee. Der Tag am See begann mit einer Wanderung dorthin. Im Strandbad war ein ausgiebiges Baden und Planschen angesagt. Die jüngsten Kinder bauten Sandburgen und sprangen auf der Hüpfburg. Gegen Abend wurde am Lagerfeuer gegrillt und gesungen. Erst nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir mit Bussen zurück ins Lager.
Am vorletzten Tag liefen die Kinder und Betreuer des TVI zur Sommerrodelbahn am Peterberg. Hier amüsierten wir uns beim Rodeln und im Rutsch-Paradies. Alle Zelte wurden an diesem Tag bereits abgebaut und geputzt. Daher schliefen fast alle Teilnehmer aus einem Dutzend saarländischer Vereine in der Turnhalle oder unter freiem Himmel auf der Wiese. Ich entschied mich für die Wiese und möchte an dieser Stelle noch das leckere Essen im Lager loben. 2019 wollen mein Bruder und ich auf jeden Fall wieder mitfahren.


Total cool: das Zeltlager in Braunshausen 2015

170 Kinder aus saarländischen Vereinen, alle 6 bis 13 Jahre alt, waren in diesen Sommerferien im Zeltlager der saarländischen Turnerjugend in Braunshausen. Vom TVI waren 15 Kinder dabei, dazu die Betreuer Nina Mayer, Michael Bohlen und Michael Christ. Als vierter Betreuer half noch Kai Wagner mit, der Sohn des Lagerleiters. Alle wohnten in Holzhütten oder in Zelten auf dem Freizeitgelände hinter dem Turnerheim am Peterberg. Neben den 30 Betreuern aus den verschiedenen Turnvereinen gab es noch 35 sogenannte Teamer, die sich um die Organisation kümmerten, vom Essenkochen bis zu den zahlreichen Aktionen.
„Märchen und Fantasy“ lautete das Motto diesmal, elf Spiel- und Mitmachstationen gab es. „Das letzte Einhorn“ war eine davon. Das Fabelwesen musste mit seinem Horn die ihm zugeworfenen Wasserbomben aufspießen. Das Nasswerden aller Beteiligten war selbstredend erwünscht. Beim gestiefelten Kater mussten die Kids in für sie zu große Gummistiefel steigen und diese dann mit den Füßen weit wegschleudern. Beim Froschkönig galt es, die Kugel aus einem Pool zu bergen. Gar nicht so einfach! Unter großem Jubel der Zuschauenden plumpsten nicht wenige beim Bergungsversuch selbst ins Wasser. Beim Aschenputtel galt es, sorgfältig Körner zu sortieren. „Das war ganz schön anstrengend“, klagt Frédéric, „wir mussten in einem Haufen aus Maiskörnern, Bohnen, Erbsen und Linsen alles rauspicken und schnell in die entsprechenden Behälter werfen!“
Klar, dass die Märchenspiele prima ankamen, aber die zusätzlich angebotenen Aktionen taten das auch. Es gab vielfältige Sportangebote, vom Turnen über Ballsport und Trampolinspringen bis zum Orientierungslauf. Armbänder wurden gebastelt und T-Shirts in Schals verwandelt. Auf dem Programm standen Fahrten zum Bostalsee und der Besuch des Schaumbergbads in Tholey.
Beim Kasinoabend kamen die notorischen Spieler auf ihre Kosten, beim Diskoabend kamen alle Tänzer ins Schwitzen, bei der Geisterwanderung so mancher auch: Unverhofft tauchten aus dem Dunkel Hexen und Skelette auf, stürzten sich schreiend und wild fuchtelnd auf die Wanderer, machten mit ihren Rasseln einen Höllenlärm. „Wenn die auf uns losstürmten, habe ich mich immer an Fabio geklammert“, gesteht Philipp, „das hat sehr geholfen!“  Hoch her ging es im großen Aufenthaltszelt bei „Schlag den Teamer“, einer Kopie von „Schlag den Raab“. Romantisch war’s am Lagerfeuer, wo Groß und Klein inbrünstig mitsangen. Überall konnten sich die Kinder mit einbringen, aktiv werden. „Das ist ganz wichtig“, unterstreicht Thomas Breidt, der gemeinsam mit Uwe Wagner die Ferienfreizeit leitete. „Nur so lernen die Kinder, miteinander umzugehen, sich zu arrangieren, sich zu engagieren. Und auch ein Stückchen selbstständiger zu werden.“
Dazu gehöre es auch, Verantwortung zu übernehmen. So war jeder Verein an einem Tag für den Lagerdienst verantwortlich. Das bedeutete zum Beispiel, dass die Kinder und ihre Betreuer die Bierzelttische und -bänke nach den Mahlzeiten abwischten, beim Auf- und Abbau halfen. Fast von selbst arbeite man da als Mannschaft zusammen. „Das ist eine ganz wichtige Sache“, unterstreicht Thomas Breidt. „Soziale Kompetenz wird hier spielerisch erlernt.“
Darüber hinaus reinigten die Betreuer und Teamer im Wechsel die Sanitäranlagen. Überhaupt leben die Zeltlager der saarländischen Turnerjugend vom Einsatz der ehrenamtlichen Helfer, die sich oft eigens Urlaub nehmen. Deshalb freut es die Organisatoren, dass viele seit Jahren mitmachen, dass aber auch junge Erwachsene neu hinzukommen, die schon als Kinder im Zeltlager dabei waren. Für Thomas Breidt ist das ein Beispiel für Nachhaltigkeit.
Die Ferienfreizeiten sind ein Aushängeschild der saarländischen Turnerjugend – seit zwei Jahrzehnten! Der TVI ist von Anfang an dabei, auch was die Organisation anbelangt. Gabi und Heinz Steuer sind hier zu nennen, auch Anita Mayer. Sie haben mitgeholfen, die Ferienfreizeiten zu dem zu machen, was sie heute sind: eine äußerst preisgünstige Ferienalternative, vollgepackt mit Spiel, Spaß und Abenteuer; eine aufregende, bunte Ferienwelt, in der alte Freundschaften gefestigt und neue geschlossen werden, sogar über die Landesgrenzen hinaus: 2011 hatte Heinz Steuer dafür gesorgt, dass zehn junge Israelis in Braunshausen dabei waren. (Bericht: W. Weber)